Studie: Elternhaus spielt Rolle bei Studentenjob

Sag mir, welchen Studentenjob du hast und ich sag dir wo du herkommst. Das Elternhaus bestimmt mit, welchem Job man als Student nachgeht, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Wie eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt, haben Studenten ohne Akademikereltern häufig einen einfachen Nebenjob. Studenten, der Eltern selbst Akademiker sind, arbeiten häufiger gar nicht.

Viele Studenten haben einen Nebenjob, um über die Runden zu kommen. Ob und in welchem Bereich sie arbeiten, hängt auch von ihrem Elternhaus ab. Für die Studie des DIW hat die wissenschaftliche Mitarbeiterin Mila Staneva für die Abteilung Bildung und Familie Daten des Nationalen Bildungspanels ausgewertet. Über 11.000 Studenten haben in dreieinhalb Jahren ihres Studiums an der Studie teilgenommen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Studierende ohne Akademikereltern häufiger nebenbei arbeiten gehen und auch häufiger in fachfremden Jobs tätig sind, also zum Beispiel kellnern. In höher qualifizierten oder auf das Studium bezogenen Jobs fallen die Unterschiede geringer aus. In diesem Bereich arbeiten Studenten nicht nur, um Geld zu verdienen, sondern um bereits Berufserfahrung zu sammeln und Kontakte zu knüpfen.

Zwar können Studierende aus Akademikerelternhäusern im Durchschnitt bessere akademische Leistungen vorweisen und haben daher auch höhere Chancen auf einen qualifizierten Nebenjob, „Studierende aus nichtakademischen Familien haben vor dem Studium aber häufiger eine Berufsausbildung absolviert und bereits Erwerbserfahrung gesammelt“, so Staneva. Das erhöhe die Wahrscheinlichkeit auf einen guten Studentenjob.

Fast 50 Prozent der Studenten arbeitet nach dem ersten Studienjahr. Um Studenten aus nichtakademischen Familien die Chance zu geben, sich besser auf ihr Studium zu konzentrieren, müssten laut Staneva die Finanzierungsmöglichkeiten optimiert werden. Auch eine gezielte Beratung an der Uni oder Fachhochschule könne jenen helfen, die arbeiten wollen oder müssen.

Quelle: http://www.diw.de/

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